Katholische Pfarrgemeinde Sankt Pankratius Vorhelm 

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Interessantes aus der Vergangenheit
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Unser Kirchen-Patron - der heilige PANKRATIUS


Ikone in der St.
Pankratius-Kirche in Rom

Das mittlere Chorfenster ( s. nebenstehend)
zeigt das Martyrium des hl. Pankratius. Links
thront der Kaiser, im Vordergrund kniet
Pankratius, während dahinter schon der
Henker mit dem Schwert ausholt.Von oben
rechts reicht ein Engel dem Märtyrer Krone
und Siegespalme


Die alte Statue, die 1995
abgebrannt ist.


So sieht die neue Statue aus


Was wissen wir über ihn? In der zweiten Auflage „Der heilige Pankratius – Leben, Legende und Verehrung“ die von Hubertus R. Drobner verfasst und in Form eines Taschenbuches vom Bonifatius-Verlag im Jahre 2005 veröffentlicht worden ist, heißt es u. a.:

Der heilige Pankratius gehört heute nicht zu den allgemein bekannten und verehrten Gestalten der Kirche. Man weiß allenfalls, dass er (Festtag 12. Mai) zusammen mit Servatius (13. Mai) und dem griechischen Märtyrer Bonifatius (14. Mai) zu den „Eisheiligen“ zählt – eine Funktion und Verbindung, die nichts mit seinem Leben zu tun hat,sondern nur zufällig daher rührt, dass es für die Ernte von Bedeutung ist, ob diese Tage frostfrei bleiben. Da man aber im Mittelalter den Lauf des Jahres nach dem kirchlichen Kalenderausrichtete und benannte, wurde Pankratius einer der drei Eisheiligen. Andererseits ist Pankratius in den Gemeinden und im gläubigen Brauchtum keineswegs ein völlig Unbekannter. Allein in Deutschland haben ihn über 100 Pfarreien zum Patron, ganz abgesehen von einer größeren Zahl von Kapellen und Altären, die ihm geweiht sind.

Viele Pankratiuskirchen können auf eine lange Tradition zurückblicken. So auch unsere Kirche.  Schon vor 1193 haben sich wohl die Bewohner des Rittersitzes Vorhelm privat eine Kirche errichtet und dem heiligen Pankratius geweiht. Als nämlich der Bischof 1193 die kirchlichen Bezirke  neu ordnete, erhob er neben anderen die Vorhelmer Privatkirche zur Pfarrkirche. Das Kirchspiel umfasste außer der Vorhelmer Dorfbauerschaft die Bauerschaften Isendorf (heute Tönnishäuschen) und Eickel (heute Bahnhof genannt). Urkundlich wird die Pfarrgemeindeerstmals 1254 erwähnt.1521 verzeichnet eine Rechnung eine Kirchweihe, und 1525 wurden neue Glocken angeschafft. Man wird daraus wohl schließen müssen, dass der erste Bau einem Brand zum Opfer gefallen und wieder aufgebaut worden war. 1632, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, zerstörte ein Feuer die Kirche. Sie wurde wiederhergestellt und erst 1655 eingeweiht.

Diese Kirche musste ihrerseits der heutigen weichen, weil sie aufgrund des Bevölkerungswachstums im 19. Jh. zu klein geworden war. 1891 wurde sie abgerissen, und am 25. Oktober 1893 die heutige Pfarrkirche eingeweiht – doppelt so lang und breit wie ihre Vorgängerin mit einem 60 Meter hohen Turm. Das Pankratiuspatrozinium wurde durchgehend bewahrt; 1964-70 und 1991-93 wurden verschiedene Renovierungen und Umbauten vorgenommen. Zwei größere Holzreliefs, die die Taufe und die Kommunion des hl. Pankratius darstellen, haben sich aus dem alten Hochaltar erhalten und sind heute an den Seitenwänden der Kirche angebracht.

Der Autor hat auch auf das Buch unseres Pastors Hermann Honermann „Die St. Pankratiuskirche zu Vorhelm“ (Ausgabe 1993) zurückgegriffen


Eine der schönsten Formen der Verehrung des hl. Pankratius sind Lieder, die zu seinen Ehren gedichtet und komponiert wurden, um seine Lebensgeschichte zu verkünden und sein Fest zu schmücken. Das Mittelalter hatte ein Kirchenlied hervorgebracht, das erhalten, in den Gemeinden aber heute nicht mehr bekannt ist.





Neun Lieder werden – soweit dies zu ermitteln war – aber noch heute im Volk bewahrt. Darunter befindet sich auch das, welches unser Pastor Hermann Honermann im Jahre 1982 geschrieben hat (s. oben) und das nach der Melodie "Hier liegt vor deiner Majestät" oftmals in unserer Kirche gesungen wird.

 




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